
Im Bayrischen Voralpenland hat heute fast jedes Dorf, auch das kleinste, seinen Maibaum. Selbst die Städte und deren einzelne Stadtteile legen Wert darauf, in diesen Reigen vertreten zu sein.
Der Maibaum gilt daher weithin als ureigenster Vertreter bayrischen Wesens.
Doch das erste schriftliche Zeugnis über einen Maibaum ist nicht etwa aus Bayern, sondern ein Ratsprotokoll vom Jahre 1224 aus der niederrheinischen Stadt Aachen.
Damals schon und die folgenden Jahrhunderte war das Maibaum-Setzen mit Nebenbräuchen in vielerlei Formen über ganz Mitteleuropa weit verbreitet und hat sich, trotz immer wieder neuer behördlicher Verbote bis in unserer Zeit erhalten.
Es erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders in Bayern, eine ungeahnte Renaissance, so dass es dort kaum ein Dorf gibt, in dem kein solches " Traditions-Stangerl wie der Volksmund den Maibaum oft liebevoll betitelt, in den weiß - blauen Himmel ragt.
Warum das so ist, versucht das hier beschriebene Buch zu klären, wobei es den Ursprüngen und der Geschichte des Maibaum - Brauchtums unter der Berücksichtigung der neusten Forschungen nachgeht.
Um einem kleinen Einblick zu erhalten, was das Buch zu bieten hat, haben wir Ihnen auf den folgenden Seiten ein paar wissenswerte Dinge zusammengetragen
Viel Spass